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Bitte keinen Ärger mit dem Fitnessstudio!

Der Vertrag mit einem Fitnessstudio ist schneller unterschrieben als gekündigt. citysports.de zeigt, auf welche Dinge man achten sollte, um späteren Ärger zu vermeiden.

"Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht etwas Bessres findet!" Die bekannte Parodie auf einen Vers von Friedrich Schiller sollte jeder Mann und jede Frau im Hinterkopf haben, wenn es zur Unterschrift eines Vertrages mit einem Fitnessstudio kommt. Denn die Vertragslaufzeiten der Studios belaufen sich in der Regel auf sechs oder zwölf Monate und das Kleingedruckte bietet den Kunden nur sehr wenig Möglichkeiten, sich in dieser Zeit aus dem Vertrag zu lösen. Der Ärger wird dann gleichfalls sechs oder zwölf Monate andauern, wenn man dem Studio zwar fernbleibt, die monatlichen Abbuchungen der zumeist hohen Beiträge aber dennoch hinnehmen muss.

Worauf sollte der Kunde beim Fitnessstudio achten?

Der zukünftige Kunde sollte unbedingt mehrere Probestunden im Studio seiner Wahl absolvieren, auch dann, wenn diese kostenpflichtig sein sollten. In dieser Zeit kann er auf die nachfolgenden Punkte achten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Qualität: Wollen Sie ernsthaft etwas für ihre Gesundheit tun oder suchen Sie Lifestyle? Ein gutes, gesundheitsorientiertes Fitnessstudio bietet seinen Kunden immer einen kostenlosen Fitnesscheck an, der spätestens alle drei Monate wiederholt werden muss. Ein optimaler Trainingsplan beinhaltet die drei Bereiche Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer. Gütezeichen für Fitnessstudios vergibt der TÜV Rheinland/Berlin-Brandenburg, der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) mit dem Prae-Fit® -Gütesiegel und die Gesundheitsakademie Berlin (GAB).

Das Personal: Demotivierte und bisweilen unsichtbare Aushilfen braucht kein Mensch. Erkundigen Sie sich vor Vertragsabschluss nach den Qualifikationen des Personals, um Trainingsfehler auszuschließen. Gut sind Diplom-Sportlehrer, Gymnastiklehrer oder Physiotherapeuten. Lizenzen des DVGS (Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie) oder des DFLV (Deutsche Fitnesslehrervereinigung) sind ebenfalls empfehlenswert. Und sympathisch sollten Ihnen die Damen und Herren natürlich auch sein.

Das Publikum: Mögen Sie die Leute, die Sie im Fitnessstudio treffen? Schweißtriefende Keucher oder überstylte Dämchen dämpfen den Wunsch, regelmäßig etwas für seine Gesundheit zu tun. Wenn Sie glauben, mit den meisten noch einen Saft an der Bar trinken zu können, geht die Sache aber wohl in Ordnung.

Die Kapazität: Besuchen Sie das Studio zu der Zeit, zu der Sie auch später trainieren wollen. In den Stoßzeiten, werktags zwischen 17 und 20 Uhr, kann es oft (zu) voll werden.

Die Ortslage: Der sportliche Ehrgeiz sollte durch das Training befriedigt werden, und nicht durch die Länge des Anfahrtsweges ins Studio. Wer nur unter der Woche Zeit zum Trainieren findet, wählt am besten ein Studio in der Nähe seines Arbeitsplatzes.

Die Ausstattung: Legen Sie tatsächlich Wert auf eine Bar, eine Sauna, ein Solarium oder üppige Ruheräume? Falls nein, sollten Sie überlegen, ob das Preis-Leistungsverhältnis für Ihre Zwecke tatsächlich akzeptabel ist. Auch größere Vereine führen oft ein eigenes Fitnessstudio. Die Beiträge sind hier in der Regel deutlich niedriger.

Was darf das Fitnessstudio und was nicht?

Vertragsdauer: Die Laufzeiten betragen für gewöhnlich sechs oder zwölf Monate. Die Klausel, dass sich der Vertrag automatisch verlängert, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wurde, ist grundsätzlich wirksam. Nach dem Urteil des Amtsgerichts Schopfheim (Aktenzeichen: 2C 242/02) greift die automatische Verlängerung allerdings nicht, wenn das Mitglied während der Vertragslaufzeit kein einziges Mal im Studio trainiert hat.

Widerruf der Unterschrift: Ein generelles Widerrufsrecht gibt es zum Beispiel bei Haustürgeschäften. Möglich wäre ein Widerrufsrecht beim Fitnessstudio-Vertrag nur dann, wenn der Vertrag als Haustürgeschäft einzustufen wäre; ein Abschluss also auf Grund mündlicher Verhandlungen am Arbeitsplatz, in der Privatwohnung oder bei einer Verkaufsveranstaltung zustande gekommen wäre.

Sonderkündigung: Ein Mitglied kann nicht zur Zahlung gezwungen werden, obwohl er oder sie wegen Krankheit längere Zeit nicht trainieren kann. Die sogenannte Sonderkündigung darf auch nicht durch das Kleingedruckte im Vertrag ausgeschlossen werden. Das ärztliche Attest sollte deutlich machen, um welche Krankheit es sich handelt und wie lange sie voraussichtlich dauern wird (eine kurze Erkrankung ist kein ausreichender Grund für eine Sonderkündigung). Die Kündigung sollte innerhalb von zwei Wochen nach Erstellung des Attests beim Studio eingereicht werden. Eine Sonderkündigung bei Einberufung zur Bundeswehr oder bei Schwangerschaft wird von den Gerichten unterschiedlich beurteilt. Einige Gerichte haben entschieden, dass der Vertrag für die Zeit der Verhinderung nur beitragsfrei ruhen muss. Ein Umzug, zum Beispiel bei Wechsel des Arbeitsplatzes, ist nur in Ausnahmefällen ein außerordentlicher Kündigungsgrund.

Gewährleistung: Die Kunden eines Fitnessstudios sind in erster Linie Mieter und keine Vereinsmitglieder. Wie ein Vermieter haftet der Betreiber des Studios dafür, dass der Kunde die Mietsache so nutzen kann, wie es vereinbart wurde. Fallen einzelne Geräte, die Sauna oder das Schwimmbad für längere Zeit aus, kommt eine Mietminderung in Frage. Der Vermieter haftet auch für die Sicherheit. Der Hinweis "Trainieren auf eigene Gefahr" entbindet den Betreiber des Studios nicht von der Verantwortung bei Unfällen.

Eigene Getränke: Das Brandenburgische Oberlandesgericht hat entschieden (Aktenzeichen: 7U 36/03), dass Kunden von Fitnessstudios eigene Getränke mitbringen dürfen. Der Betreiber des Studios darf höchstens - wegen der Verletzungsgefahr - Glasflaschen verbieten.

Mit dieser Fitnessstudio-Checkliste sollte Ärger und Enttäuschung zu vermeiden sein. Übrigens stammt der zu Anfang erwähnte Friedrich-Schiller-Vers aus dem "Lied von der Glocke". Im Original heißt es da: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet!" In dieser Form passt er eigentlich auch sehr schön zum Thema.

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