Variation durch Vibration!

Vibrationstraining stellt eine interessante und höchst effektive Trainingsform dar. Dirk Riemann aus München erläutert die Grundprinzipien und erklärt, warum Vibrationstraining sinnvoll ist.

Beim „Vibrationstraining“ stellt, legt, setzt oder stützt man sich auf eine vibrierende Plattform und führt darauf verschiedenste Übungen durch. Die Vibrationsplattform erzeugt mechanische Schwingungen in die Richtungen rauf/runter, rechts/links und vor/zurück. Sie liegen in einem Frequenzbereich von 25 bis 50 Hertz. Die  „Ausschläge“ in die beschriebenen Richtungen liegen im niedrigen Millimeter-Bereich. Die Übertragung der Schwingungen löst eine Vielzahl positiver Reaktionen auf verschiedenen körperlichen Ebenen aus. Vibrationstraining eignet sich in erster Linie zur Muskelkräftigung; Beweglichkeits- und Massageübungen sind ebenfalls möglich. Herzkreislauf-Ausdauertrainingseffekte erzielt man nicht.

Welche Anwendungsbereiche ergeben sich insgesamt?
- Verbesserung von Kraft, Beweglichkeit, Koordination;
- Osteoporoseprävention;
- Orthopädische und neurologische Therapie;
- Förderung der Regeneration (Entspannung / Massage);
- kosmetische Effekte (z.B. Anti-Cellulite, Straffung).

Für wen ist Vibrationstraining geeignet?
Grundsätzlich für jeden gesunden Menschen vom Sporteinsteiger bis zum Profisportler. Außer im Fitness- und Gesundheitstraining, werden Vibrations- plattformen auch im medizinischen Bereich, v.a. in der Rehabilitation, mit grossen Erfolgen eingesetzt.

Auch im Profisport findet man diese Geräte. Die deutsche Fußball Nationalmannschaft trainiert beispielsweise mit der POWER PLATE, ebenso die erfolgreiche Eisschnellläuferin Anni Friesinger.

Die Firma POWER PLATE ist internationaler Marktführer in der Herstellung und dem Vertrieb von Vibrationsplattformen.

Darüber hinaus unterhält POWER PLATE eine eigene wissenschaftliche Fachabteilung, um stets auf dem aktuellsten Stand in puncto Vibrationstraining zu sein.

Gibt es Risiken?
Bei richtiger Anwendung ist das Training mit Vibrationen risikolos. Vor dem Trainingsstart sollte bei Unsicherheit ärztlich abgeklärt werden, ob im individuellen Einzelfall Gründe gegen ein Vibrationstraining sprechen.

Solche Gründe können zum Beispiel sein: akute / entzündliche Erkrankungen, Thrombose, höhergradige Osteoporose, Herz-, Hirnschrittmacher, Schwangerschaft, Epilepsie, Schrauben, Platten, Nägel o.ä., Spirale, künstlicher Gelenkersatz, Bypass, Stents, Tumore, Gallen- und Nierensteine.

Es ist allerdings zu beachten, dass viele Mediziner mit den spezifischen Besonderheiten und dem Nutzen von Vibrationstraining nicht vertraut sind. Es sollte also im Vorfeld sicher gestellt werden, dass der aufgesuchte Arzt Kenntnisse in diesem Bereich hat, damit er die Situation überhaupt angemessen beurteilen kann. Bei POWERPLATE in Frankfurt kann man wissenschftlich fundierte Informationen anfordern, die geeigent sind, einen Arzt über Vibrationstraining so aufzuklären, dass er in die Lage versetzt wird, eine fundierte Aussage treffen zu können. 

Kann man einfach so loslegen mit dem Training auf einer Plattform?
Vor dem eigentlichen Trainingsbeginn sollte man sich ausführlich von einem qualifizierten Personal Trainer in die Funktionsweisen und Besonderheiten einweisen lassen. Es gibt auch Fitness-Studios, die mit Vibrationsplatt- formen ausgestattet sind. Hier ist es ratsam, sich von speziell geschultem Personal einweisen und regelmäßig neue Inputs für ein möglichst effizientes Training geben zu lassen.

Jede Privatperson kann sich für den eigenen Hausgebrauch eine Vibrations- plattform kaufen, allerdings ist der Anschaffungspreis mit 3.000 bis 15.000 Euro recht hoch. Wesentlich kostengünstiger ist es, wenn man sich ein Fitness-Studio oder sonst eine Gesundheitseinrichtung sucht, die mit Plattformen ausgestattet sind. Informationen hierzu erhält man in der Regel über die Internetseite des jeweiligen Herstellers.

Wie lange und wie oft sollte man trainieren?
Als Einsteiger reichen zwei Trainingseinheiten pro Woche über 10 Nettominuten Krafttraining völlig aus. Als geübter Fitnesssportler, kann man sich dreimal pro Woche bis zu 15 Nettominuten zum Krafttraining die Platte stellen. Aufgrund der hohen Intensität des Vibrationstrainings ist häufigeres Training nicht sinnvoll und bringt auch keinen zusätzlichen Nutzen. Wichtig: „Nettominuten“ sind die Minuten, die ich tatsächlich übend und in Aktion auf der Platte ver-bringe während sie vibriert. Pausen und Zeiten für Stellungs- wechsel zählen nicht mit. Somit werden aus 10 Nettominuten leicht 30 Minuten Gesamt-Trainingszeit.

Allein mit Vibrationstraining eine ausgezeichnete Rundum-Fitness?
Nein. Mit regelmäßigem Vibrationstraining kann man in den Bereichen Kraft, Beweglichkeit und Entspannung sehr gute Trainingsergebnisse bei verhältnismäßig geringem Zeitaufwand erzielen. Ein wesentlicher Aspekt guter körperlicher Fitness ist aber auch Herzkreislauf-Ausdauertraining, welches mindestens zweimal pro Woche zusätzlich durchgeführt werden sollte. Auch ist es ratsam, in puncto Kräftigungstraining zusätzlich zum Vibrationstraining ab und zu auch noch mit konventionellem Training die Muskelkraft zu stärken.

Kann man mit Vibrationstraining Gewicht abnehmen?
Eine gezielte Zunahme der Muskulaturmenge ist immer ein wesentliches Ziel, wenn man Gewicht reduzieren möchte. Denn je mehr Muskulatur vorhanden ist, desto mehr Kalorien kann der Körper verbrauchen. Da Vibrationstraining eine effiziente Krafttrainingsform darstellt, kann es den Vorgang des Abnehmens stark unterstützen. Zusätzliches Ausdauertraining und eine angepasste Ernährung bleiben aber trotzdem unverzichtbar auf dem Weg zum Wunschgewicht!

Fazit: Vibrationstraining stellt eine sehr sinnvolle und effektive Trainingsme- thode dar, ist aber auch nur ein Baustein ganzheitlichen Gesundheits- oder Leistungstrainings. Es ist kein Fitness-Wundermittel, aber vielen anderen etablierten Trainingsformen überlegen.

Autor: Dirk Riemann
Photos: POWER PLATE