Standard / Latein

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Tanzsport, Turniertanz, wettkampfmäßige Form des Gesellschaftstanzes. Zum Programm gehören die fünf Standardtänze (langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer und Quickstep) und die fünf lateinamerikanischen Tänze (Rumba, Samba, Cha-Cha-Cha, Paso doble und Jive).

Schon im alten Ägypten und im antiken Griechenland gab es Tanzfeste. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der moderne Tanzsport. Zum Programm beim Turniertanz gehören die fünf Standardtänze (langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer und Quickstep) und die fünf lateinamerikanischen Tänze (Rumba, Samba, Cha-Cha-Cha, Paso doble und Jive). Es gibt Wettbewerbe für Einzelpaare und Formationen (acht Paare). Bei Einzelpaaren unterscheidet man Amateure und Profis. Neben Meisterschaften in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen gibt es die Kombination (alle zehn Tänze). In Deutschland gibt es verschiedene Leistungsklassen, die von der Anfängerklasse E bis zur Fortgeschrittenenklasse A reichen. Die höchste Klasse ist die Sonderklasse S. Außerdem gibt es Kinder-, Jugend- und Seniorenklassen. In den einzelnen Leistungsklassen werden verschiedene Tänze verlangt, die in der Tanzturnierverordnung festgelegt sind.

Die Tänze werden bei nationalen und internationalen Meisterschaften von sieben Kampfrichtern mit Platzziffern bewertet (offene Wertung). Wertungskriterien sind Takt und Grundrhythmus, Bewegungsablauf, Körperhaltung, rhythmische Gestaltung und Fußarbeit, außerdem Choreographie und Kreativität. Meisterschaften werden in Vor-, Zwischen- und Endrunde entschieden, wobei sechs Paare an der Endrunde teilnehmen. Die einzelnen Tänze dauern eineinhalb bis zwei Minuten, Jive und Wiener Walzer eine bis eineinhalb Minuten. Die Tanzfläche bei nationalen und internationalen Meisterschaften ist mindestens 180 Quadratmeter groß, wobei die einzelnen Seiten mindestens 12 Meter lang sind. Formationstänze dauern drei bis viereinhalb Minuten.

Die nationale Organisation in Deutschland ist der Deutsche Tanzsportverband (DTV; gegründet 1921 in Berlin, Sitz in Neu-Isenburg), der seit 1965 Mitglied im Deutschen Sportbund ist. Er ist der größte und erfolgreichste Amateur-Tanzverband der Welt. Die internationalen Verbände sind bei den Profis das International Council of Ballroom Dancing (ICBD; gegründet 1950, Sitz in London), bei den Amateuren das International Council of Amateur Dancers (ICAD; gegründet 1957, Sitz in Bremen). Zum Tanzsport zählen außerdem Rock n Roll-Tanz, Jazztanz, Boogie-Woogie, Rollstuhltanz u. a. Seit 1909 gibt es Weltmeisterschaften für Einzelpaare. Europameisterschaften finden seit 1927 für Amateure, seit 1929 für Professionals statt. Im Formationstanzen gibt es seit 1965 Europameisterschaften, seit 1973 Weltmeisterschaften.

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