Eisschnelllaufen

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Eisschnelllaufen

Eisschnelllauf, Schnelligkeitswettbewerb auf Schlittschuhen, der auf Bahnen von 400 Meter Länge im Freien oder auf Kunsteisbahnen in Hallen ausgetragen wird. Als Sportgerät dient der Schnelllaufschlittschuh aus dünnem Leder und mit Kufen, die länger sind als bei Eishockeyschlittschuhen oder Eiskunstlaufschlittschuhen.

Bei Wettbewerben treten zwei Läufer gegeneinander an, entscheidend für die Platzierung ist jedoch nicht der Sieg über den unmittelbaren Gegner, sondern die erzielte Zeit im gesamten Starterfeld. Bei den Männern gibt es heute Wettkämpfe über 500, 1 000, 1 500, 5 000 und 10 000 Meter, bei den Frauen über 500, 1 000, 1 500, 3 000 und 5 000 Meter. Bei Welt- und Europameisterschaften gibt es neben den Einzelwettbewerben auch noch den so genannten Vierkampf, bei dem durch eine Punktewertung die Gesamtleistung aus vier Einzeldistanzen ermittelt wird. In jüngster Zeit hat sich mit dem so genannten Short Track eine spezielle Form des Eisschnelllaufs etabliert, die auf kurzen Bahnen auf einem Eishockeyfeld ausgetragen wird. Es starten vier Läufer gleichzeitig. Die Distanzen betragen 500, 1 000, 1 500 und 3 000 Meter. Seit den Winterspielen 1992 in Albertville zählt Short Track offiziell zu den olympischen Disziplinen.

Eisschnelllauf kann man in den Niederlanden bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Im Norden der USA und in Kanada wurden im frühen 19. Jahrhundert Rennen ausgetragen, die sich bald zu einem beliebten Sport entwickelten. Seit 1884 werden bei den Herren Weltmeisterschaften ausgetragen, seit 1936 auch bei den Damen. Die ersten Eisschnelllauf-Wettbewerbe im Rahmen der Olympischen Winterspiele fanden 1924 in Chamonix (Frankreich) statt.

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