Rhönrad
Rhönradturnen, sportliche Disziplin für Männer und Frauen, bei der Übungen auf dem so genannten Rhönrad ausgeführt werden und die in Deutschland neben dem Kunstturnen, der Rhythmischen Sportgymnastik, Trampolinturnen und dem Orientierungslauf zum Deutschen Turnerbund gehört.
Das Rhönradturnen geht auf eine Erfindung von Otto Feick zurück, der 1925 das Rhönrad zum Patent anmeldete. Das Gerät besteht aus zwei Stahlrohrreifen, die in einem Abstand von 41 bis 47 Zentimetern durch Querstangen miteinander verbunden sind und die mit Griffen und Standmöglichkeiten versehen sind. Je nach Körpergröße des Sportlers werden Rhönräder mit unterschiedlichem Durchmesser verwendet. Feick machte das Turngerät in Europa und Amerika sehr populär, und so wurde 1930 das erste internationale Turnier durchgeführt. Wie beim Kunstturnen werden die Übungen mit Noten zwischen Zehn und Null bewertet.
1959 wurde das Rhönradturnen dem Deutschen Turnerbund angeschlossen. Die ersten Einzel- bzw. Mannschaftsmeisterschaften wurden 1960 bzw. 1961 durchgeführt. Der erste Europacup wurde 1990 in Taunusstein ausgetragen, die ersten Weltmeisterschaften 1995 in den Niederlanden. Die verstärkte internationale Aufmerksamkeit gab gleichzeitig auch den Anstoß zur Gründung eines Internationalen Rhönradturn-Verbandes (IRV). In Deutschland ist das Rhönradturnen in jedem Landesturnverband vertreten und wird von rund 15 000 Aktiven ausgeübt. Die Turniere setzen sich aus Einzel- und Mannschaftswertungen zusammen. Daneben werden auch Paarwettkämpfe ausgetragen, bei denen zwischen Partner- und Synchronturnen sowie der Partnerspirale unterschieden wird.
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