Squash

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Squash

Squash, Rückschlagspiel für zwei oder vier Spieler, das mit einem Weichgummiball und einem Schläger gespielt wird. Der Sqashcourt ist von vier weißen oder hellbeigen glatten Wänden umgeben, besitzt eine Fläche von 9,75 × 6,40 Metern und ist mindestens 4,60 Meter hoch. Im Abstand von 5,50 Metern von der Vorderwand sind die beiden gleich großen Aufschlagräume eingezeichnet. Bis zu einer Höhe von 45 Zentimetern ist die Vorderwand von einem Blech (Dämpfer) bedeckt, darüber befindet sich auf einer Höhe von 1,83 Metern die Aufschlaglinie. Der Boden besteht aus Hartholzdielen, die parallel zu den Seitenwänden verlegt sind. Die Fehlerlinie ist fünf Zentimeter breit und, genau wie die anderen Markierungen, rot. Der Schläger darf höchstens 68,5 Zentimeter lang sein, der runde Kopf höchstens eine Länge von 21,5 und eine Breite von 18,4 Zentimetern aufweisen. Der Ball, meist aus Gummi oder Butyl, ist schwarz, besitzt einen Durchmesser von 39,5 bis 41,5 Millimetern und wiegt zwischen 23,3 und 24,6 Gramm.

Zum Spielbeginn wird der Ball aus einem Aufschlagfeld aus der Luft in das gegnerische Aufschlagfeld geschlagen. Ziel des Spieles ist es, den Ball aus der Luft oder nach dem ersten Aufspringen, direkt oder über eine andere Wand, so oberhalb des Dämpfers (oder das Tin) gegen die Vorderwand zu schlagen, dass ihn der Gegner nicht regelgerecht zurückspielen kann. Die Spieler schlagen abwechselnd. Der Ball muss, direkt oder über eine andere Wand gespielt, die Vorderwand treffen, ohne vorher den Boden zu berühren oder die Spielfeldbegrenzung zu verlassen. Nach den Squash Regeln der International Squash Rackets Federation kann nur der Aufschläger punkten. Der annehmende Spieler muss einen Ballwechsel gewinnen, um das Aufschlagrecht zu erhalten. Ein Satz geht bis neun Punkte; ein Match besteht aus drei Gewinnsätzen.

GESCHICHTE

Das Spiel wurde um 1820 bis 1840 von Jungen der Harrow School in Groß-London (England) „erfunden”. Rackets (ein Spiel, das sich aus dem Real Tennis, einem Vorläufer des modernen Tennis, entwickelte) war bereits eine etablierte Sportart. Die Jungen, die außerhalb der Racketplätze improvisierte Spiele austrugen, kamen darauf, dass sie einen langsameren und weicheren Ball brauchten, der in der Hand gequetscht (englisch „squashed”) werden konnte. Die ersten Plätze entstanden in Privathäusern, Schulen und gesellschaftlichen Clubs. Mitte der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts setzte sich das Spiel immer mehr durch. 1922 brachte die Tennis and Rackets Association ein brauchbares Regelwerk heraus, 1928 gründete man die Squash Rackets Association. In den USA, Kanada und Südafrika wurde Squash bereits gespielt. 1934 entstand die Women’s Squash Rackets Association. Später trugen die Streitkräfte, besonders die Luftwaffe und das Heer Großbritanniens, sehr viel dazu bei, dass sich Squash auf der ganzen Welt verbreitete. Die International Squash Rackets Federation wurde 1967 gegründet (Sitz in London) und 1992 zur World Squash Federation umorganisiert. Die ersten offenen britischen Meisterschaften fanden für Frauen 1922 und für Männer 1930 statt. Bis zu den World Amateur Championship, die erstmals 1967 ausgetragen wurden, galten sie als die inoffizielle Weltmeisterschaft. Außerhalb Großbritanniens und der USA spielt man Squash besonders in Pakistan, wo viele sehr gute Spieler herkommen, wie auch in Australien. Ebenfalls Heimatländer berühmte Spieler sind Neuseeland, Ägypten, Indien, Malaysia, Indonesien und Japan. Unter der Bezeichnung Rackets gehörte das Spiel 1908 zum Programm der Olympischen Spiele in London. Der Dachverband des Squashsports in Deutschland ist der Deutsche Squash Rackets Verband (DSRV; gegründet 1973, Sitz in Hamburg). In Deutschland ist Squash ein vergleichsweise junger Sport, erfreut sich jedoch seit den achtziger Jahren zunehmender Beliebtheit.

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