Unihockey

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Unihockey oder auch Floorball ist eine tempo- und abwechslungsreiche Sportart, die vor über 28 Jahren in Schweden aus Hockey, Eishockey und Bandy entwickelt wurde und dort Innebandy (Hallen-Bandy) genannt wird.

Es ist eine Sportart, die als eine universelle Mischung sich der vorteilhaften Elemente von Hallenhockey und Eishockey bedient und von jedermann in der Halle gespielt werden kann. Im deutschen Sprachraum wird diese Sportart deshalb einfach "Unihockey" (universelles Hallenhockey) genannt. Im internationalen Sprachgebrauch wird sie einfach mit dem englischen (aber wenig aussagekräftigen) Begriff "floorball" bezeichnet. 

In Deutschland wird derzeit unter dem Begriff Unihockey in drei verschiedenen Varianten hinsichtlich Spielfeldgrösse, Mannschaftsstärke und Spieldauer gespielt. Allen Varianten ist jedoch folgendes gemeinsam: 

 

Das Spiel ist leicht erlernbar und fördert/fordert Kondition, Koordination, Geschicklichkeit und Schnellkraftfähigkeit sowie Spielwitz eines jeden beteiligten Spielers.

Es wird ausschließlich in der Halle mit einer umlaufenden Bande ähnlich wie beim Eishockey) mit einer Höhe von 50cm gespielt.

Es wird mit federleichten Kunststoffschlägern gespielt, die etwas kürzer als Eishockeyschläger sind.

Die Schläger sind ungefährlich und haben nicht das Verletzungsrisiko von hölzernen Hockey- oder Eishockeyschlägern!

Der Ball ist hohl, leicht (23g) und besteht ebenfalls aus Kunststoff und hat viele Löcher. 

Der Ball ist ungefährlich fürlich für die Spieler und hat nicht das Verletzungsrisiko von einem Hockey-Ball oder einem Eishockey-Puck.

Die Feldspieler brauchen deshalb keinen Körperschutz oder Zahnschutz zu tragen, da zudem nur der Ball und nicht der Körper des Gegners gespielt wird (ganz im Gegensatz zum Eishockey. 

Unihockey-Kleintor

 Hierunter versteht man die Einsteigervariante in diese Sportart, die in fast jeder Halle mit minimaler Ausrüstung besonders von Schulen, Vereinen, Betriebssportgruppen etc. gespielt werden kann. In dieser Variante werden insbesondere im Breitensport zahlreiche Turniere veranstaltet. Desweiteren haben sich hier in Deutschland bereits auch Meisterschaftsturniere etabliert. 

Unihockey-Kleinfeld

Hierunter versteht man eine fortgeschrittene Unihockey-Variante, für die es bereits einen regionalen Ligaspielbetrieb des Deutschen Unihockey Bundes e.V. (DUB) z.B. mit Gruppen in den Regionen Nord-West, Süd und Ost gibt. 

Unihockey-Großfeld

Hierunter versteht man die Königsvariante dieser Sportart, wie sie bereits seit Jahren in zahlreichen Ländern wie z.B. Schweden, Finnland, Norwegen, Schweiz, etc. in landesweiten Ligasystemen mit großer Publikumsresonanz gespielt wird. Auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren eine Bundesliga, in der ausschließlich Unihockey-Großfeld gespielt wird. Daneben haben sich hier bei uns bereits Nationalmannschaften entwickelt, die bereits an Weltmeisterschaften teilgenommen haben. Bei der letzten WM 2000 in Oslo ist die Herren-Nationalmannschaft überraschender Weise in die A-Gruppe der 8 besten Nationen aufgestiegen. Im Frühjahr 2001 findet die Damen-WM statt, an der auch die deutsche Damen-Nationalmannschaft teilnehmen wird. 

Es wird gehofft, daß sich zu dieser Variante mehr und mehr Vereine im Laufe der Zeit hinzugesellen werden, da die Unihockey-Großfeld-Variante das non-plus-ultra des Unihockeysports darstellt. D.h. daß die oben erläuterten Varianten mithelfen sollen, in absehbarer Zeit zu einer breiten Akzeptanz und einer sportlichen Basis für diese Variante zu gelangen. 

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