Rugby

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Rugby

Rugby ist ein nach der englischen Stadt Rugby (Avon) benanntes Mannschaftsspiel mit einem eiförmigen, 400 bis 440 Gramm schweren Lederhohlball, das Elemente des Football, Fußball und Handball miteinander verbindet.

SPIELFELD

Auf einem Spielfeld von 68,40 Meter Breite und 100 Meter Länge (unterteilt durch eine Mittellinie und jeweils eine 10-Meter-Linie und Lagergrenzen auf beiden Seiten) treten sich zwei Mannschaften gegenüber: jeweils 15 mit Kopf- und Schulterschutz ausgestattete Spieler (acht spielen im Sturm, je einer im Gedränge- und Angriffshalb, vier im Dreiviertel und einer am Schluss). Erweitert wird das Spielfeld durch das jeweils 23 Meter tiefe gegnerische Malfeld, das sich hinter den zwei Mallinien befindet, auf denen jeweils ein Mal (ein Tor mit 5,60 × 3 Meter großen Stangen, die über die Querstange 50 Zentimeter verlängert sind) steht.

REGELN (AUSWAHL)

Der Ball darf mit Füßen getreten oder mit den Händen nach vorn getragen oder nach hinten abgegeben (gepasst) werden, um ihn ins gegnerische Feld, das so genannte Malfeld, zu bringen und dort auf den Boden zu legen bzw. niederzudrücken (Versuch oder engl: "Try"). Nur der Ballträger darf vom Gegner bedrängt, gestoßen, gedrückt oder gehalten werden. Wird ein Spieler gefasst, muss er sich sofort vom Ball trennen.

Ein geglückter Versuch, den Ball im gegnerischen Malfeld abzulegen, wird mit fünf Punkten belohnt. Wird der Ball anschließend von dem Punkt aus, wo er niedergelegt wurde, mit einem Fußtritt über die Quermalstange – durch einen Platztritt (vom Boden aus) oder Sprungtritt (aus der Hand, wenn der Ball senkrecht zu Boden fällt) – geschossen, so ist dies ein Treffer mit zwei weiteren Punkten (Erhöhungstritt). Regelverstöße (z. B. Beinstellen) werden mit einem Straftritt geahndet, der, wenn er erfolgreich über die Quermalstange geschossen wird, drei Punkte ergibt.

GESCHICHTE

Der Schüler W. Webb gilt als Begründer dieses rauen Spieles, das 1823 in der Public School von Rugby zum ersten Mal gespielt wurde. Ab 1839 gab es in Cambridge, später in Oxford und an anderen englischen Universitäten Mannschaften. 1871 wurde die Englische Rugby Union gegründet. Um diese Zeit kam Rugby durch William Gail, dem späteren Präsidenten der Rugby Union, nach Stuttgart und wurde auf dem Cannstatter Wasen gespielt. 1872 nahm als erster deutscher Sportverein der Heidelberger Flaggen- und heutige Ruderclub Rugby in sein Programm mit auf, und 1878 entstand der erste deutsche Rasensportverein, der Deutsche Sport-Verein Hannover, der eine Rugby-Abteilung hatte. 1900 wurde der Deutsche Rugby-Fußball Verband (mit Sitz in Hannover) gegründet, seit 1909 gibt es eine deutsche Rugby-Meisterschaft. Man unterscheidet zwischen Rugby League und Rugby Union. In der Rugby League treten Profimannschaften aus jeweils 13 Spielern gegeneinander an, bei der Rugby Union sind es 15 Spieler. Besonders beliebt ist Rugby in Großbritannien und Neuseeland.

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