Faustball

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Faustball

Faustball ist ein Rückschlagspiel zwischen zwei Mannschaften zu je fünf Spielern, bei dem der Ball mit der Faust oder dem Unterarm gespielt werden muss. Es wird im Freien (meist auf Rasen) und in der Halle gespielt. Ziel des Spieles ist es, den Ball so ins gegnerische Feld zu schlagen, dass er vom Gegner nicht regelgerecht zurückgespielt werden kann. Ein weicher Lederball (ca. 350 Gramm, 65 Zentimeter Umfang) wird mit der Faust oder dem Unterarm über ein Band gespielt, das die beiden Spielhälften trennt. Der Ball darf von jedem Spieler einmal, innerhalb der Mannschaft dreimal gespielt werden. Jeder Fehler führt zu einem Punktgewinn des Gegners. Fehler sind das Doppelberühren, das Berühren des Bandes und ein mehrmaliger Bodenkontakt des Balles vor einer Spielaktion. Im Spielablauf wird Annahme, Zuspiel und Rückschlag unterschieden.

Das Spielfeld hat eine Fläche von 20 × 50 Meter und wird in der Mitte durch ein vier Zentimeter breites Band geteilt, das in zwei Meter Höhe gespannt ist. In drei Meter Entfernung parallel zur Mittellinie liegt die Angabelinie, von der aus der Ball ins Spiel gebracht wird. Die reguläre Spielzeit beträgt 2 × 15 Minuten im Freien und 2 × 10 Minuten in der Halle. Bei Länderspielen wird auf 2 × 20 Minuten gespielt. Es gibt Wettkämpfe für Damen und Herren. Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern und zwei Auswechselspielern. In deutschen Hallen findet man auch das Spiel über zwei Gewinnsätze zu je 15 Punkten. Das erste offizielle Regelwerk wurde 1893 aufgestellt. Die ersten deutschen Meisterschaften wurden 1913 ausgetragen, die ersten Europameisterschaften fanden 1965 statt, die ersten Weltmeisterschaften 1968. Der internationale Dachverband des Faustballsports ist der Internationale Faustball-Verband (IFV; gegründet 1960, Sitz in Frankfurt am Main), in Deutschland ist dieser Sport im Deutschen Turner-Bund (DTB; gegründet 1950, Sitz in Frankfurt am Main) organisiert.

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