Dart

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Dart


Darts (Pfeilwurfspiel), ein Wurfspiel, bei dem die Spieler mit kleinen, pfeilähnlichen Geschossen (Darts) auf eine an der Wand hängende runde Zielscheibe (Board) werfen. Die Darts sind etwa 15 Zentimeter lang, durch Gewichte beschwert und haben vorne eine lange Stahlspitze. Die Spieler wechseln sich beim Werfen ab, wobei jeweils drei Darts aus einer festgelegten Entfernung geworfen werden. Diese beträgt im Allgemeinen 2,37 Meter oder auch weniger und wird durch eine Abwurfmarkierung gekennzeichnet.

Die aus Kork, Sisalfasern oder ähnlichem Material bestehende Scheibe wird so aufgehängt, dass sich das Bull’s-Eye, der Zielscheibenmittelpunkt, 1,73 Meter über dem Boden befindet. Konzentrische Ringe und strahlenförmig angeordnete Linien teilen die Fläche in Felder mit unterschiedlichen Punktwerten (im Allgemeinen von 1 bis 20). Das Innere des Bull’s-Eye hat einen Wert von 50, das Äußere einen Wert von 25 Punkten. Bei einem Treffer im äußeren Ring wird der Wert verdoppelt, im inneren Ring verdreifacht. Es wird dann von z. B. 501 bis null Punkte heruntergezählt. Ein Standardspiel beginnt und endet mit einem Wurf, der entweder im äußeren Ring oder im inneren Bull’s-Eye platziert sein muss. Es gibt viele verschiedene Varianten dieses Spieles. Auch von den Zielscheiben gibt es verschiedene Typen, wie z. B. das Yorkshire Board oder das Irish black Board.

Die Darts wurden ursprünglich in Form kurzer Wurfspeere als Waffen verwendet und im 16. Jahrhundert bei Kämpfen in Irland eingesetzt. Die Pilgerväter spielten eine Art Darts, während sie auf der Mayflower 1620 nach Nordamerika segelten. Die moderne Form des Spieles entstand 1896, als Brian Gamlin aus Bury (England) die jetzige Zählweise einführte. In England wurde 1924 die National Darts Association und 1973 die British Darts Organization gegründet. Seit den siebziger Jahren hat sich das Dartsspiel zu einem Volkssport in britischen Pubs und Clubs entwickelt, wo es inzwischen mehr als sechs Millionen Spieler gibt. Auch in anderen Ländern erfreut es sich wachsender Beliebtheit. In den achtziger Jahren wurde es zu einem beliebten Fernsehsport.

Es gibt eine Vielzahl nationaler und internationaler Wettkämpfe, wie die World Professional Championship, eingeführt 1978, das World Masters Turnier (1974), das World Cup Turnier (1977), das Nations Cup Turnier (1977), das British Open (1975), die News of the World Championship (1948) und die British Professional Championship (1981). Für Frauen wurden folgende Wettkämpfe eingerichtet: das World Cup Turnier (1983), das World Masters Turnier (1982) und das British Open (1979). Die meisten Gewinner kamen sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung aus Großbritannien, einige wenige auch aus anderen Ländern.

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