Motorbootsport

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Motorbootsport

Motorbootsport, ist neben dem Motoryachtsport ein Teil des motorisierten Fahrtenwassersports, den der Deutsche Motoryachtverband e.V. (DMYV) betreut und fördert. Eine seiner Aufgaben ist es, die Qualität der Ausbildung im Sportbootbereich sicherzustellen. Wichtige Zeugnisse sind hier u.a. der Sportbootführerschein Binnen (SBF-Binnen), der Sportbootführerschein See (SBF-See) oder der Sportküstenschifferschein (SKS).

Sportbootführerscheine

Sportbootführerschein Binnen (SBF-Binnen)

Amtlich vorgeschrieben auf allen Binnenschifffahrtsstraßen, d. h. innerhalb des Geltungsbereichs der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung (z. B. Lahn, Neckar, Main, Saale, diverse Kanäle, Binnenbereiche der Elbe, Weser) und der Schifffahrtspolizeiverordnungen für Rhein, Mosel und Donau.

Der Sportbootführerschein-Binnen ist vorgeschrieben zum Führen von Sportbooten mit einer Länge von weniger als 15 m auf den Binnenschifffahrtsstraßen, die mit einer Antriebsmaschine von mehr als 11,03 kW (15 PS) bzw. 3,69 kW (5 PS) auf dem Rhein ausgestattet sind.

Sportbootführerschein – See (SBF-See)

Amtlich vorgeschrieben auf den Seeschifffahrtsstraßen im Geltungsbereich der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung und der Schifffahrtsordnung Emsmündung.

Vorgeschrieben für alle Führer von Sportbooten, die mit einer Antriebsmaschine von mehr als 11,03 kW (15 PS) ausgestattet sind. Keine Begrenzung hinsichtlich der Länge des Sportbootes.

Sportküstenschifferschein (SKS)

Empfohlener amtlicher Befähigungsnachweis für Führer von Yachten in Küstengewässern aller Meere bis zu 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste. Der Sportküstenschifferschein kann für Yachten mit Antriebsmaschine oder mit Antriebsmaschine und unter Segel erworben werden.

Voraussetzungen für den Erwerb: Mindestalter 16 Jahre; Besitz des Sportbootführerscheines-See; Nachweis von mindestens 300 Seemeilen, die im Küstenbereich auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart zurückgelegt wurden.

Sportseeschifferschein (SSS)

Empfohlener amtlicher Befähigungsnachweis für Führer von Yachten in küstennahen Seegewässern (Gewässer aller Meere bis zu 30 Seemeilen Abstand von der Festlandküste sowie die Seegebiete der Ost- und Nordsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres). Der Sportseeschifferschein kann für Yachten mit Antriebsmaschine oder mit Antriebsmaschine und unter Segel erworben werden. Zum Führen bestimmter Traditionsschiffe ist der Besitz des Sportseeschifferscheines obligatorisch.

Voraussetzungen für den Erwerb: Mindestalter 16 Jahre; Besitz des Sportbootführerscheines-See und Nachweis, dass nach dessen Erwerb mindestens 1000 Seemeilen auf Yachten im Seebereich, davon mindestens 500 Seemeilen vor der theoretischen Prüfung als Wachführer oder dessen Vertreter auf Yachten, zurückgelegt wurden (alternativ: Besitz des Sportküstenschifferscheines oder eines vor dem 01.10.1999 vom DSV ausgestellten BR-Scheines; Nachweis, dass nach Erwerb des Sportküstenschifferscheines bzw. BR-Scheines mindestens 700 Seemeilen auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart im Seebereich zurückgelegt wurden).

Sporthochseeschifferschein (SHS)

Empfohlener amtlicher Befähigungsnachweis für Führer von Yachten in der weltweiten Fahrt. Diese umfasst alle Meere. Der Sporthochseeschifferschein kann für Yachten mit Antriebsmaschine oder mit Antriebsmaschine und unter Segel erworben werden. Zum Führen bestimmter Traditionsschiffe ist der Besitz des Sporthochseeschifferscheines obligatorisch.

Voraussetzungen für den Erwerb: Mindestalter 18 Jahre; Besitz des Sportseeschifferscheines für Yachten mit der jeweiligen Antriebsart; Nachweis, dass nach Erwerb des Sportseeschifferscheines mindestens 1000 Seemeilen als Wachführer auf Yachten mit der jeweiligen Antriebsart im Seebereich zurückgelegt wurden, davon mindestens 500 Seemeilen vor der theoretischen Prüfung.

Rennboot-Klassen

Der Rennsport ist eine der tragenden Säulen des DMYV als Sportverband. Genau wie im Straßenrennsport wird hier in verschiedenen Klassen bis hin zur Formel 1 gestartet. In Deutschland werden vier Bootsformen gefahren:

Dreipunkter

Der Dreipunkter ist ein sehr flaches Rennboot. Der Bootsboden hat links und rechts eine "Tatze" (Kanten, die nach hinten rechtwinklig werden). Bei hoher Geschwindigkeit liegt das Boot nur mit den beiden Tatzenenden und dem Bootsende auf dem Wasser, daher die Bezeichnung "Dreipunkter". Der Fahrer kniet im Boot, lenkt es mit einer Hand und mit der anderen betätigt er den Gashebel.

Proprider

Der Proprider (vom engl. Propeller-Reiter) unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht vom Dreipunkter. Das Boot ist etwas länger und wird auf dem Bauch liegend gefahren. Bei der Idealfahrt hat nur noch der Propeller Berührung mit dem Wasser. Die Tatzen dienen nur dem gelegentlichen Abstützen des Rumpfes.

Katamaran

Der Katamaran hat zwei Bootsrümpfe, die mit einem starren Boden verbunden sind. Gegenüber dem Proprider hat der Katamaran eine wesentlich höhere Stabilität - die beiden Bootsrümpfe wirken wie Schienen. Dadurch können Kurven wesentlich enger gefahren werden. Der Fahrer sitzt im Boot und gibt mit dem Fuss Gas.

Dreikantfeile

Die Dreikantfeile hat einen v-förmigen Bootsboden wie die meisten Tourenboote auch haben. Bei der entsprechenden Einstellung von Motor und Propeller, hebt sich auch dieser Bootstyp bei voller Fahrt fast ganz aus dem Wasser. Der Fahrer sitzt wie beim Katamaran im Boot. Die Bootsklassen unterscheiden sich häufig nur durch die Stärke der Motoren.

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