Rock ’n’ Roll

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Rock ’n’ Roll

Rock ’n’ Roll (Tanz), akrobatischer Tanz, der in den fünfziger Jahren in den USA entstand. Die Entstehung des Rock ’n’ Roll ging einher mit dem Aufkommen der Rock ’n’ Roll-Musik. Der Tanz entwickelte sich um 1954 aus dem Boogie-Woogie. Getanzt wird auf einen Viervierteltakt mit den charakteristischen Synkopen bei durchschnittlich 44 Takten pro Minute.

Der Rock ’n’ Roll ist ein äußerst akrobatischer Tanz, nicht nur mit Soli der einzelnen Partner, sondern auch mit Überwürfen der Partnerin, mit Salti und zahlreichen Flugfiguren. Aufgrund des starken physischen Einsatzes bei diesem Tanz wird Rock ’n’ Roll heute primär als Leistungssport betrieben, erst in zweiter Linie als Freizeitvergnügen.

Die soziale Ausprägung des Tanzes geht einher mit einer gesellschaftlichen Veränderung in den USA. Jahrzehntelang wurde dieser Tanz von der US-amerikanischen Mittelschicht vehement abgelehnt, da die Merkmale stark sexuell besetzt waren: Der typische Hüftschwung („pelvis motion”), der Name des Tanzes, Kleidung wie Petticoats und Blue Jeans sowie die Frisuren mit Tolle und Pomade versprachen sexuelle Freiheit, Überwindung der Rassenschranken und bedrohten das elterliche Kontrollsystem. Aus diesem Grund wurden die musikalischen Stars des Rock ’n’ Roll auch zu Symbolfiguren eines neuen Lebensgefühls, allen voran Elvis Presley, aber auch Bill Haley and the Comets, Little Richard, Fats Domino, Jerry Lee Lewis und Chuck Berry.

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