Tango Argentino

Tango Argentino bezeichnet einen Tanz, der sich am dem Ende des 19. Jahrhunderts in Buenos Aires (Argentinien) und Montevideo (Uruguay) aus einer Mischung verschiedener, zum Großteil europäischer Musikformen entwickelt hat. Diese ursprüngliche Form des Tanzes wird heute in Europa Tango Argentino genannt. Englische Tanzlehrer und Choreographen entwickelten aus dem Original den europäischen Standardtanz Tango, der als Gesellschaftstanz zu den Turniertänzen gehört.

Der Tango wird heute in den Tanzsalons vom Rio de la Plata im 2/4 Takt getanzt. Außer diesem Salontango gibt es auch den Bühnentango, der in Buenos Aires "Tangofantasía" genannt wird. Zum klassischen Repertoire eines Tangosalons gehören dann noch zwei weitere Tänze. Zum einen ist es die Milonga im 4/4 Takt, zum anderen der Vals im 3/4 Takt. Beide können, je nach choreografischer Eigenart, wiederum unterteilt werden als "lisa", "con craspie" oder "cruzado". Alle diese Tänze - vom Tango bis zum Vals - befinden sich in einer ständigen Erneuerung, so dass sie jeglicher Gefahr einer Standardisierung widerstehen. Sie ändern sich ständig mit der Zeit und mit Ihren Interpreten.

Ein typisches Tango Orchester besteht aus mindestens zwei Bondoneones, zwei Geigen, einem Kontrabaß und einem Klavier. Diese Besetzung nennt man "Orquesta Típica". Es gibt auch Große Orchester, in denen zehn Bandoneones und zehn Geigen spielen, wie zum Beispiel Juan D`Arienzo, Carlos di Sarli oder Osvaldo Pugliese.

"Der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann", sagte der argentinische Tango-Komponist Enrique Santos Discépolo. In den Hafen- und Armenvierteln von Buenos Aires und Montevideo wurde der Tango zum Ausdruck existentieller Not und menschlicher Einsamkeit - aber auch von Erotik und Leidenschaft. Dieses Image sorgte anfänglich dafür, dass die Oberschichten den neuen Tanz und seine Musik als Ausdruck von Verkommenheit und Verarmung ablehnten. Wahrscheinlich wurde der Tango erst durch seine Akzeptanz in den Salons von Paris - das auch für Buenos Aires als Vorbild galt - von der Oberschicht der argentinischen Gesellschaft akzeptiert.

Um 1960 verschwindet der Tanz und seine Musik in Südamerika und Europa fast vollständig. In den 1980er Jahren erlebte der Tango seine Wiedergeburt und erfreut sich, auch dank der musikalischen Weiterentwicklung, anhaltender Beliebtheit.

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