Gewichtheben

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Gewichtheben, schwerathletische Sportart, bei der Gewichte vom Boden in die Höhe gestemmt werden müssen. Dieser Sport wird als Wettkampf, als Freizeitvergnügen oder zum Aufbau von Muskeln betrieben.

 

EINLEITUNG

Gewichtheben, schwerathletische Sportart, bei der Gewichte vom Boden in die Höhe gestemmt werden müssen. Dieser Sport wird als Wettkampf, als Freizeitvergnügen oder zum Aufbau von Muskeln betrieben.

Als Wettkampfsport ist das Gewichtheben international verbreitet, besonders in den USA, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, in Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Polen, Finnland, in der Türkei und in Kuba. Deutsche Meisterschaften werden seit 1893 ausgetragen, Europameisterschaften seit 1896, Weltmeisterschaften seit 1905. Seit den achtziger Jahren gibt es auch Meisterschaften bei den Damen. Der Weltverband der Gewichtheber ist die International Weightlifting Federation (IWF; gegründet 1920) mit Sitz in London. Der Dachverband der Gewichtheber in Deutschland ist der Bundesverband deutscher Gewichtheber (BVDG; gegründet 1969) in Saarbrücken. Gewichtheben gehört zu den Sportarten, die bei Olympischen Spielen auf dem Programm stehen, bei den Männern seit 1896, bei den Frauen seit 2000.

 

SPORTGERÄT

Das wichtigste Gerät beim Gewichtheben ist die Hantel, eine Stange aus Stahl, an der mittels Klammern Scheiben mit unterschiedlichem Gewicht befestigt werden, die in der Regel aus Eisen oder schwerem Gummi bestehen.

 

REGELN UND TECHNIK

Wettkämpfe werden in zwei Disziplinen ausgetragen: Reißen und Stoßen (bis 1970 auch im Drücken). Das Drücken besteht aus zwei Phasen. Zunächst ergreift der Wettkämpfer die Hantel und hebt sie auf Schulterhöhe; in der zweiten Phase drückt er die Hantel ohne Schwung nach oben, bis seine Arme völlig gestreckt sind. Während des ganzen Vorgangs muss er mit beiden Füßen auf gleicher Ebene bleiben und die Beine in der zweiten Phase absolut gestreckt halten.

Beim Reißen ergreift der Gewichtheber die Hantel und bringt sie in einer einzigen kontinuierlichen Bewegung zur Hochstrecke. Beide Beine dürfen während des Vorgangs gebeugt oder bewegt werden, müssen jedoch am Ende wieder auf gleiche Ebene gebracht werden.

Beim Stoßen wird die Hantel in einer ersten Bewegung auf Schulterhöhe gehoben und in einer zweiten mit einem Ausfallschritt zur Hochstrecke gebracht. Der Unterschied zum Drücken besteht darin, dass die Beine gebeugt und die Füße bewegt werden dürfen, um den Vorgang zu erleichtern. Die Wettkämpfer erzeugen den Impuls für den letzten Aufwärtsstoß, indem sie die Knie schnell beugen und wieder strecken und dabei den Körper unter die Hantel bringen. Der Heber hat in jeder Disziplin drei Versuche, um das Gewicht zur Hochstrecke zu bringen.

 

GEWICHTSKLASSEN 

Bei den Herren gibt es bei offiziellen Wettkämpfen acht Gewichtsklassen: bis 56 Kilogramm, bis 62 Kilogramm, bis 69 Kilogramm, bis 77 Kilogramm, bis 85 Kilogramm, bis 94 Kilogramm, bis 105 Kilogramm, über 105 Kilogramm. Bei den Damen unterscheidet man sieben Gewichtsklassen: bis 48 Kilogramm, bis 53 Kilogramm, bis 58 Kilogramm, bis 63 Kilogramm, bis 69 Kilogramm, bis 75 Kilogramm, über 75 Kilogramm.

 

1970 wurde das Drücken als Disziplin bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften abgeschafft. In allen Gewichtsklassen gibt es Reißen und Stoßen sowie den Zweikampf (Addition der Ergebnisse aus Reißen und Stoßen). Seit den fünfziger Jahren dominieren Gewichtheber aus der (ehemaligen) UdSSR die internationalen Wettkämpfe im Superschwergewicht. Sie hoben Lasten von über 210 Kilogramm im Reißen, von über 265 Kilogramm im Stoßen und über 470 Kilogramm im Zweikampf. Einarmiges Gewichtheben war bei internationalen Wettkämpfen bis 1956 zugelassen.

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